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Sydney

Endlich angekommen – Sydney

„Zunächst bekommt man hier einen der großartigsten Ausblicke der Erde geboten. Rechts, fast schmerzlich glänzend in der Sonne, steht das berühmte Opernhaus mit seinem kecken, kompromisslos kantigen Dach, links die fantastische, elegante Harbour Bridge […] Die Oper zieht natürlich alle Aufmerksamkeit auf sich, und das ist auch verständlich. Sie ist überraschend vertraut, man hat gleich das Gefühl, ‚Hey, ich bin in Sydney!’, und kann den Blick gar nicht von ihr abwenden“ (BILL BRYSON, Frühstück mit Kängurus).

Unser erstes Ziel in Australien war Sydney und ich hätte nicht besser als Bill Bryson beschreiben können, was uns erwartete, als wir zum ersten Mal am Circular Quay standen. Nicht nur, dass wir vor zwei Tagen in Deutschland noch in Schal und Mütze unterwegs waren und jetzt Lichtschutzfaktor 30+ auftragen mussten, um nicht direkt zu verkohlen. Nein, wir standen tatsächlich vor DER Opera, die zwar genauso aussieht, wie auf den Fotos, aber in Wirklichkeit so gigantisch ist, dass wir einige Zeit brauchten, um zu realisieren, dass wir wirklich da waren. Wir waren endlich angekommen – in Sydney, nicht der Hauptstadt, aber überhaupt DER Stadt in Australien.

 
 

Diese Metropole hat jedoch mehr zu bieten als nur die weltberühmten Sehenswürdigkeiten. Obwohl Sydney so belebt (4,4 Mio. Einwohner), und damit oft sehr wuselig ist, findet man immer wieder Parks, die mit ihrer Ruhe und Gelassenheit zum Relaxen einladen. In den Weiten der Botanischen Gärten kann man durchaus einige Stunden verbringen…

Pflanzen bestaunen, Touristen und Sportfanatiker beobachten, in der Sonne liegen, Musik hören, Postkarten schreiben und weitere Reiseziele besprechen….

Hin und wieder begegnen einem unbekannte Tiere: Vögel mit megalangem Schnabel und noch längeren Beinen, Ibises (engl.), die überall in der Gegend, wie zu Hause Spatzen unterwegs sind, Opossums, die an riesigen Baumstämmen umherklettern und dann haben wir in den Botanischen Gärten unsere ersten Flughunde (Flying Foxes) gesehen: übergroße Fledermäuse, die kopfüber in den Bäumen hängen und einen wahnsinnigen Lärm machen, wenn sie in ihrer Ruhe gestört werden.

 
 

Am meisten Spaß hat uns aber gemacht, schöne Menschen zu beobachten. Davon gibt es in Australien unheimlich viele. Und sie tun auch so einiges dafür. In den Mittagspausen versammeln sich Gruppen von Büromitarbeitern, tauschen Anzug und Krawatte gegen atmungsaktive Sportbekleidung und als wäre es das einfachste der Welt, geht’s bei 35 Grad im Schatten los: joggen, Yoga, Trockenboxübungen und für die ganz Harten 10x die Treppen vor der Oper hoch und runter.

Immer mitten rein in die Erinnerungsfotos… Das hinterlässt Eindruck! Aber gesund sein, kann das nicht!!! Steht auch im völligen Widerspruch zu den endloslangen Fressmeilen, auf denen keine Fast Food – Wünsche unerfüllt bleiben. Da kann die ein oder andere Mittagspause schon mal vorbei sein, wenn man sich gerade erst entschieden hat, welches Schnellgericht es denn heute sein darf.

 
 

Schöne Menschen gibt’s natürlich auch am berühmten Bondi Beach. Sehen und gesehen werden heißt es hier…unter Umständen aber auch mal fressen und gefressen werden. Während unseres Aufenthalts in Sydney wurde ein Surfer von einem Hai angegriffen. Konnte aber fast vollständig gerettet werden. Deshalb haben wir es vorgezogen erst gegen Abend an den Beach zu kommen, die Ruhe und den fast menschenleeren Strand zu genießen und die öffentlichen BBQ- Anlagen in Beschlag zu nehmen. Eine fantastische Sache so ein BBQ mit möglichst vielen Leuten und dem ein oder anderen Karton Goon (beliebter Wein unter Backpackern, weil billig - natürlich heimlich unterm Tisch: Alkohol trinken in der Öffentlichkeit ist nämlich streng untersagt).

Ich könnte noch so viel mehr erzählen. Sydney hat uns sehr beeindruckt. Und das war sicher nicht mein letzter Besuch in dieser Stadt. Am liebsten würde ich zum Jahreswechsel wiederkommen, um das gigantische Feuerwerk über der Harbour Bridge zu sehen! We will see – impossible is nothing in Australia!